Maitland-Konzept

Das Maitland-Konzept ist ein manualtherapeutisches Konzept zur Befunderhebung und Behandlung von akuten und chronischen Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates (periphere, anliegende Gelenke und Wirbelsäule). Sowie auch des neuralen Systems durch Mobilisation und Verbesserung der Neurodynamik (Nerven und Rückenmark).

Das Konzept wurde von dem Physiotherapeuten Geoffrey D. Maitland entwickelt. Ein  entscheidender Grundsatz des Maitland-Konzepts ist das Denken des Therapeuten auf zwei Ebenen. Zum einen zieht der Therapeut sein theoretisches Basiswissen zur Hypothesenbildung (griechisch Hypothesis, Voraussetzung, Grundlage) heran. Auf der zweiten Ebene erfasst der Therapeut das komplette klinische Bild des Patienten.

Anhand der Anamnese (Befragung des Patienten) als auch der sich ergebenden  Funktionsuntersuchung entscheidet der Therapeut über die für den Patienten individuell angezeigten Behandlungstechniken und deren intensität. Die Effektivität der Behandlung wird fortlaufend durch Wiederbefunde überprüft und, wenn notwendig, angepasst.

Je nach Darstellung des Patienten werden passive physikalische Maßnahmen wie z.B. Massageeinheiten, Thermo- (Wärmebehandlung) oder Elektrotherapie (Reizstrombehandlung) unterstützend eingesetzt.

Der Therapeut kann die Behandlung auch mit einer allgemeinen Haltungsschulung und Beratung zur Gestaltung des Arbeitsplatzes ergänzen.